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Welcome to Verein Nepallai / news nepallai /27.06.2019

Urner Zeitung 01.12.2018

urner_wochenblatt_28.11.2018

Dorf Schule Program in Chainpur Nepal 06.11.2018

Urner helfen in Nepal tatkräftig mit

Urner Zeitung 02.11.2018
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Bote der Urschweiz 25.10.2018
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Dorf Schule in Chainpur 15.04.2018
Am 15. April 2018 wurde die neue, erdbebensichere Schule in Chainpur eröffnet. Die 9 Klassenzimmer sind hell und zeitgemäss eingerichtet. Die Aussenwände malerisch geschmückt mit Kühen, Elefanten, Tiger und dem nepalesiche Nationalvogel dem Glanz Fasan. Der grosse Platz vor dem Schulhaus läd für Sport, Tanz und festliche Aktivitäten ein.
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07.09.2016 URNER WOCHENBLATT
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Zwei Urner bauen Schulhaus in Nepal auf
Projekt | Hilfe zur Selbsthilfe für Erdbebenopfer Hannes Bissig und Rajendra Khadka-Herger reisen mit einem klaren Auftrag nach Nepal: Sie wollen zusammen mit Einheimischen ein Schulhaus neu aufbauen, das vom Erdbeben zerstört wurde.

Doris Marty
Es war im Frühling. Hannes Bissig und seine Frau spazierten am Anschlagkasten in ihrer Wohngemeinde Seedorf vorbei. Nur flüchtig hatte Hannes Bissig das Schreiben wahrgenommen: «Bereit für ein Abenteuer? In einem Land, das atemberaubend schön und umgeben von herzerwärmenden Menschen ist? Wissen und Kultur auszutauschen? Dann bist du genau der Richtige! Gemeinsam realisieren wir den Wiederaufbau der Dorfschule in Nuwakot, Nepal.» Hannes Bissig lief zurück, fotografierte das Informationsschreiben und meldete sich beim Verein Nepallai. Deren Gründer, Daniela und Rajendra Khadka-Herger, waren für den Aufruf des «Abenteuers» verantwortlich. Rajendra Khadka hat nepalesische Wurzeln. Er wuchs in Chainpur, einem kleinen Dorf in Nepal, auf und besuchte dort die Schule. Seit sieben Jahren wohnt er in Seedorf und engagiert sich weiterhin für sein Heimatland.

Zukunft in der Bildung
Das verheerende Erdbeben in Nepal im April 2015 zerstörte auch Rajendra Khadkas ehemalige Dorfschule. Dank Spenden und der Hilfe der Bevölkerung wurden acht provisorische Schulzimmer errichtet. 418 Kinder konnten ihren Unterricht in sehr einfachen Wellblechhütten wieder aufnehmen. «Allerdings ist die Angst vor weiteren Erdbeben gross. Die Mehrheit der Dorfbewohner sind mittellose Bauern und können sich einen erdbebensicheren Neubau nicht leisten», sagt Rajendra Khadka. Er ist überzeugt, dass die sozialen und wirtschaftlichen Probleme des Landes nur durch eine gute Bildung lösbar sind. Aus diesem Grund gründete er zusammen mit seiner Frau Daniela Khadka-Herger den Verein Nepallai (siehe Kasten). Um dem definierten Ziel ein Stück näherzukommen, soll ein neues, stabiles Schulhaus den Unterricht gewährleisten.

Neues Schulhaus für 420 Kinder
«Nachdem ich die weit fortgeschrittenen Pläne studiert hatte und sah, dass alles gut organisiert war, entschied ich mich, meine Dienste für einen Monat zur Verfügung zu stellen», sagt Hannes Bissig. Der 60-jährige Maurerpolier, der in einer schrittweisen Pensionierungsphase ist, hat sich seither mit Nepal und seiner Kultur auseinandergesetzt. «Auch das nepalesische Probegericht Daal Bath – ein traditionelles Gericht mit Reis, Linsen und Fleisch, gekocht von Daniela und Rajendra Khadka – hat mir gemundet. Wenn es mir in Nepal auch so gut schmeckt, bleibe ich wohl länger», sagt Hannes Bissig lachend und wird wieder ernst. «Nein. Das Essen war nicht ausschlaggebend, mich zu engagieren. Ich will mein Wissen und meine Kraft für Menschen einsetzen, denen es nicht so gut geht. Überzeugt hat mich das Projekt, das auf Hilfe zur Selbsthilfe basiert.» Das für 420 Schulkinder geplante Schulhaus ist so konzipiert, dass 16 nach dem gleichen Modul gebaute Einheiten aneinandergereiht werden. Zwei Urner Firmen, das Architekturatelier Caviglia Erstfeld und das Ingenieurunternehmen Projekta AG Altdorf, erstellten unentgeltlich die Baupläne. Als Fachmann wird Hannes Bissig die Bauarbeiten vor Ort übernehmen. Er wird die rund 20 einheimischen Bauarbeiter anleiten, damit diese die Arbeiten eigenständig weiterführen können. Rajendra Khadkas wird das Projekt als Übersetzer, Planer und Organisator begleiten.

Einfache Verhältnisse
Am Donnerstag, 8. September, gilt es ernst. Dann reisen Hannes Bissig und Rajendra Khadka für mehr als vier Wochen nach Nepal. Der Verein Nepallai kommt für Kost und Logis in Neapal auf, den Flug bezahlen beide selber. Schlafen werden sie in einem einfachen, gemieteten Zimmer. Gekocht und gegessen wird in einer in den Familienhäusern eingerichteten Küche. «Mein Ziel ist es, möglichst viel zu leisten», sagt Hannes Bissig, der Nepal nur anhand von Bildern aus dem Fernsehen und von Erzählungen kennt. «Ich kann mich voll auf den Bau konzentrieren, mit Rajendra habe ich ja einen ausgezeichneten Dolmetscher.» Rajendra Khadka freut sich, dass das Projekt nun endlich verwirklicht werden kann, doch er ist noch etwas angespannt. Für das Schulhaus, das einem Erdbeben der Stärke 6 bis 7 auf der Richterskala standhalten soll, werden fast 100 Tonnen Zement und Armierungseisen verwendet, die Baumaschinen werden gemietet. «Als Unterstützung habe ich zum Glück meinen Bruder vor Ort, der die Lieferungen koordinieren und überwachen wird.» Auch Hannes Bissig freut sich auf seinen Einsatz. «Es kommt gut, davon bin ich überzeugt. Schliesslich ist es eine gute Sache!» Der Verein Nepallai nimmt weiterhin Spenden entgegen. Die Kontonummer lautet: PC 601719-2, Raiffeisenbank, 6460 Altdorf, IBAN: CH04 8143 1000 0070 1690 2. Weitere Infor-mationen über das Projekt und den Verein Nepallai gibt es unter www.nepallai.com.

Rajendra Khadka-Herger (links) und Hannes Bissig zeigen die Baupläne für das neue Schulhaus. Am Donnerstag, 8. September, reisen sie nach Nepal, um das Projekt zu verwirklichen.

FOTO: DORIS MARTY
Das Neubauprojekt der Schule im Dorf Chainpur, Nepal. Es soll für 420 Schulkinder Platz bieten. VISUALISIERUNG: ARCHITEKTURATELIER CAVIGLIA Mittwoch, 07.09.2016 Pag.13